Beratungsmoderation – zugleich
organisational beraten und professionell moderieren
Nicht
das Verhalten ändern – sondern gemeinsam
die Verhältnisse
Projekt-Beispiel:
„ Massiven Stellenabbau gemeinsam gestalten“

Nach verschiedenen Wellen der Personalreduzierung weitere
Personalanpassungen einvernehmlich mit dem Konzern-Betriebsrat
eines internationalen Telekommunikations-Unternehmens
vorzubereiten, war die Aufgabenstellung einer Beratungsmoderation
im September 2006.
• Wie gelingt es parallel zu den formalen Verhandlungsgremien
den Boden für eine einvernehmlich getragenen Lösungspfad
zu bereiten ?
• Wie kann das Vertrauen des Betriebsrats gewonnen und
erhalten werden, obwohl der Personalvorstand Auftraggeber
dieses Workshops war ?
•
Wie können beide Parteien nach dem Workshop zu Trägern
des Prozesses und zu Botschaftern des gemeinsam Entwickelten
in jeweiligen Umfeld gewonnen werden ?
Diese
Fragestellungen prägten die Ausgangssituation
eines anderthalbtägigen Workshops mit 19 Teilnehmern
beider Seiten, der mit bewusst kontrovers angelegtem
Diskurs über die Vorstellungen und Zeithorizonte
des Personalbereichs begann.
Entscheidend für das Auffangen der stürmischen
Kritik der Personalvertretung war hier die intuitive,
in über 25 Jahren Beratungserfahrung gespeiste Moderations-Professionalität,
durch erkenntnisleitende Fragen und Thesen alle Teilnehmer
des Workshops nicht nur zu aktivieren, sondern auch ihre
Bereitschaft zu öffnen, die Argumente und Interessen
der jeweils anderen Seite anzunehmen:
„
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln
kann !“ (Francis Picabia)
Dies gelingt mit entsprechend formulierten Thesen und
interaktionsauslösenden Fragen des in solchen Situationen
erfahrenen Beratungsmoderators.
Auch
in dieser heiklen Situation bewährt sich professionelle
Beratungsmoderation wieder als aktiv-inhaltlich eingreifende
und zugleich beide Seiten unterstützende Haltung.
Nicht der scheinbar „neutrale“ Moderator
ist gefragt, sondern die Kombination aus organisationalem
Berater, inhaltlichem Impulsgeber und handwerklichem
Gestalter des Gesprächsprozesses.
So
konnten auch in diesem Workshop wesentliche Klärungen,
inhaltliche Diskurse und zeitliche Straffungen der Verhandlungssituation
erreicht werden, die für beide Seiten ohne solch
professionelle Beratungsmoderation nicht möglich
wären.
In
diesen und anderen Beratungssituationen zeigt sich
deutlich: Es kommt nicht darauf an, psychologisierend
das Verhalten ändern zu wollen – sondern auf
die gemeinsam getragene Änderung der Verhältnisse.
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