Freiburg,
26. Oktober 2006
Einhundertzwanzig
internationale Forstwissenschaftler kamen Ende Oktober
in der Katholischen Akademie Freiburg zur Tagung „ForestXChange“ (http://www.forestxchange.de/
)zusammen, um gemeinsam das Thema „Knowledge
Management“ in ihrem Fachbereich zu diskutieren.
Neben Fachvorträgen und Exkursionen stand dabei der professionelle
und direkte Austausch aller Teilnehmer in einer halbtägigen moderierten „Open
Space“-Conference im Mittelpunkt.
Ulrich Martin Drescher, Organisationsberater und Moderator seit 1979,
trainierte zehn junge Forstwissenschaftler der Forstlichen Versuchs-
und Forschungsanstalt Baden-Württemberg dazu eine Woche vorher acht
Stunden in der professionellen Gruppen-Moderation und dramaturgischen
Gestaltung solcher Grosskonferenzen.
Auf der Veranstaltung selbst hatten dann die 120 Teilnehmer morgens die
Möglichkeit, „grandiose“ und „kleine, aber feine“ Themenvorschläge
zu Wissens-Management in der Forstwirtschaft zu benennen. Dazu entwickelten
dann die frischgebackenen Moderatoren jeweils kurze Moderations-Dramaturgien,
also Folgen von Fragen, um die Themen zielgerichtet und alle Teilnehmer
aktivierend zu moderieren. Dies geschah gleich anschliessend in zwei
jeweils 75-minütigen Runden an je sechs Themenständen.
Abschliessend fassten Teilnehmer die Diskussions-Highlights aus ihren
Gruppen im Plenum z.T. anhand der Original-Poster zusammen.
Conclusio:
Open Space is very easy, if you have the right training
specialist ! You can learn it in eight hours, to
do it by yourself on the next day with 120 participants.
Was war
entscheidend für den Erfolg dieser Veranstaltung:
• Drei klare Moderations-Regeln für alle:
1. 30 sec. Argumentations-Zeit pro Wortmeldung,
2. bei Einwänden: „Blitzen“ und das Gegenargument dazuschreiben,
3. Einer ist des anderen Butler !
• Rhytmisierung der Moderationen durch stabile und minutiöse Gesprächs-Dramaturgien:
Zuruffrage, Kartenfrage, Gewichtung. So hatten die bisher ungeübten Moderatoren
Halt und Sicherheit in der Gesprächsführung mit bis zu 30 Teilnehmern.
• Aufgeschlossene, interessierte Moderatorinnen und Moderatoren
• Ein neugieriges, aber auch fachlich gefordertes Publikum