Rat und Moderation: Gruppenmoderation, Beratungsmoderation, Moderationstrainings
Gruppen Moderator und Moderationstrainer
umd® rat+moderation
Ulrich Martin Drescher
Beratender Diplom-Volkswirt
Keltenring 37
D-79199 Kirchzarten
Telefon.:+49(0)700 37372437

Email:
drescher@umd.de 

Moderation - Gruppenmoderation - Beratungsmoderation - Moderationstraining - Ulrich Martin Drescher

Beratungmoderation: Unternehmensentwicklung mit allen 19000 Mitarbeitern

Erfolgreiche Unternehmensentwicklung bedeutet, den Wandel selbst aktiv zu gestalten, statt von Veränderungen getrieben zu werden.

Die Umsetzung unternehmerischer Ziele und Strategien erfordert Veränderungen in Organisation, Kultur und Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern.

Erfolgreiches Change Management gelingt mittels Aktivieren aller Mitarbeitenden durch professionelle Gruppen-Moderation und beratende Begleitung auf systemischer Grundlage.

Ich bin seit 1977 erfolgreicher Praktiker des Wandels. Alles zur Veränderung Erforderliche ist schon im Unternehmen vorhanden, es muss nur noch zielgerichtet geweckt und fruchtbar eingesetzt werden.

Ich setze auf die Stärken des einzelnen und der Organisation und gehe Change Management-Projekte auf den vier Ebenen:
Sache, Struktur, Energie und Kontext an.

Ein Beispiel erfolgreicher nachhaltiger Unternehmensentwicklung:
Drei in der Vergangenheit separat operierende Regionen eines deutschen Lebensmitteleinzelhandels-Unternehmens sollen unter dem Dach einer neuen Sparte rasch zusammenwachsen. Die Aufgabe: Organisations-Entwicklung mit allen 19.000 Mitarbeitern zum Lernenden Unternehmen.

Ende des 1. Jahres entwickelten die sieben Mitglieder der künftigen Spartenleitung unter meiner Moderation ein Unternehmens-Leitbild mit 11 Leitsätzen als Orientierung nach innen und aussen. Dieses Leitbild sollte nun in einer breiten Kampagne auf allen Unternehmens-Ebenen diskutiert und zum Leben gebracht werden.

Zielsetzungen

Inhaltliches Ziel
Orientierung aller auf "Führung zur Selbstverantwortung" sowie ein gelebtes Leitbild.

Methodisches Ziel
unmittelbare Beteiligung aller 19.000 Mitarbeiter an dieser "Gruppenkommunikativen Spartenentwicklung", die wie in einer Kaskade von der Spartenleitung bis zu den über 700 Filialen und von dort, im Sinne eines Re-cascading, wieder zurück zur Führungsebene verläuft.

Didaktisches Ziel
Anleitung aller 1.200 Führungskräfte zum Moderieren von Gesprächsgruppen, zur Sicherstellung der Auseinandersetzung mit den Leitsätzen.

Aufbau und Ablauf der Kampagne

1. Phase: Grosskonferenz der oberen Führungskräfte.
Das Leitbild wurde Anfang des 2. Jahres den 300 oberen Führungskräften auf einer Grosskonferenz vorgestellt und mit ihnen in acht moderierten Kleingruppen auf seine Konsequenzen für die tägl. Arbeit durchleuchtet.

2. Phase: Eröffnungsseminare
In 2-tägigen Seminaren "Führung zur Selbstverantwortung" arbeiteten die Berater mit jeweils ca. 30 oberen Führungskräften über das Thema "Kraft der Unterscheidung" als hilfreiche Annahme für die tägliche Arbeit. Die Aussage "Führung ist Konversation" erarbeiten sich die Teilnehmer gemeinsam an konkreten Beispielen aus dem Betrieb. Anschliessend wurde jeder der 11 Leitlinien in Kleingruppen auf Inhalt, Zielrichtung und Handlungsintention durchleuchtet. So waren die Teilnehmer auf die Gesprächsrunden mit der nächsten Ebene, die sie selbst führen sollten, vorbereitet.

3. Phase: Eigenarbeit zur Führungs- und Beziehungsveränderung
Jede Führungskraft führte im Frühjahr und Sommer etwa drei Gespräche mit den eigenen Mitarbeitern zu Punkten wie: Kundennähe, Frische, Servicefreundlichkeit, aber auch Führungs- und Beziehungsstil und überlegte Veränderungsschritte.

4. Phase: Coaching-Workshops zur Prozeßsteuerung
Während des 1-tägigen Coachings tauschten wir nicht nur Erfahrungen aus den vorangegangenen Moderationen aus, sondern versuchten, den Führungskräften neue Sichtweisen im Umgang mit den Mitarbeitern zu eröffnen. Nebenbei kamen viele "Vor-Ort-Probleme" aus Sicht der Mitarbeiter zum Vorschein, die als Knackpunkte für die weitere Entwicklungsarbeit dienten.

5. Phase: Vollversammlung von 1.200 Führungskräften
Die Ergebnisse der Diskussionen aus den Eröffnungsseminaren und aus den Coaching-Workshops bildeten die inhaltliche Grundlage der Vollversammlung im September des zweiten Jahres. Die Knackpunkte wurden auf der Veranstaltung von allen 1.200 Teilnehmern auf ihre tatsächliche Bedeutung in der täglichen Praxis gewichtet. Mitglieder der Spartenleitung nahmen Stellung und machten Veränderungsvorschläge vor versammelter Mannschaft. Auch diese Antworten wurden wieder von allen simultan bewertet.
Diese Veranstaltung war der Auslöser für die zweite Welle der Leitlinien-Gespräche: Alle Teilnehmer - nun auch die Ebene der Marktleiter und der entsprechenden Führungskräfte in den zentralen Servicebereichen - wurden darauf eingestimmt, mit allen Mitarbeitern die Leitsätze in den kommenden Wochen zu diskutieren. Sie erhielten eine bebilderte Fibel als Arbeitsanweisung sowie entsprechend vorbereitete Flip-Chart-Bogen als Handwerkszeug.

6. Phase: Leitsatz-Diskussionen in den Märkten und Service-Bereichen
Nun begann - in unterschiedlicher Intensität - die Moderation der Leitsätze in den über 700 Märkten und den Abteilungen des zentralen Service. Einige Führungskräfte moderierten 5-6 Gespräche mit jeweils ein bis zwei Leitsätzen, einige beschränkten sich auf zwei Zusammenkünfte, bei denen dann alle Leitsätze angesprochen wurden, einige hielten tatsächlich 10 - 11 Gespräche durch, auf denen im wöchentlichen Rhythmus ein Leitsatz diskutiert wurde.

7. Phase: Re-Cascading auf den Marktleiter-Parlamenten
Die Erfahrungen – positive und kritische- aus diesen Leitsatz-Diskussionen in der Fläche wurden nun in regionalen Marktleiter-Parlamenten im Sommer des dritten Jahres mit jeweils 30-50 Teilnehmern reflektiert. Konkrete, praktische Beispiele aus gelungenen Gesprächsreihen in einzelnen Märkten wurden herausgearbeitet – ebenso die Rollen und Aktivitäten der Marktleitungen. So konnten alle von den Erfahrungen der Führungs-Kollegen lernen und neue Impulse für die weitere Arbeit mitnehmen.

8. Phase: Systemische Entwicklung zur "Lernenden Organisation"
Aufbauend auf den veränderten Erkenntnissen und geänderten Handlungsweisen beginnen ab Herbst des dritten Jahres konkret fachbezogene Projekte unter dem systemischen Ansatz der Organisation als "Lebensfähiges System". In einzelnen Pilotbereichen werden neue Regeln und Abstimmungen im Gefüge der Gesamtorganisation anhand praktischer Themenstellungen konzipiert und sofort umgesetzt.
Im August des vierten Jahres wurde auf einem Strategie-Review der Leitungsgruppe die nächste Phase der Entwicklung zur "Lernenden Organisation" eingeleitet. "Kundenorientierte Organisation" ist das Motto der II. Vollversammlung aller 1200 Führungskräfte im September darauf.

9. Phase: Vision und Masterplan
I m Oktober des vierten Jahres werden schliesslich die neue Vision des Unternehmens als "Dach" der 11 Leitsätze sowie ein Strategie-Masterplan zur Neuordnung von Strukturen und Systemen entwickelt und gezielte Aktivitäten zur Realisierung gestartet.

Charakteristika der Kampagne

Alle inhaltlich am Prozess beteiligen
Charakteristisch für diese "Gruppenkommunikative Unternehmensentwicklung" war die Gleichwertigkeit von Inhalten und Methoden. Von vornherein nicht nur die Inhalte zu priorisieren, sondern auf Beteiligung aller zu setzen, war entscheidend für die tatsächliche Beteiligung von mehreren Tausend Diskussionsteilnehmern im Unternehmen

Start des Lernenden Unternehmens
Charakteristisch für diese "Gruppenkommunikative Unternehmensentwicklung" war die Gleichwertigkeit von Inhalten und Methoden. Von vornherein nicht nur die Inhalte zu priorisieren, sondern auf Beteiligung aller zu setzen, war entscheidend für die tatsächliche Beteiligung von mehreren Tausend Diskussionsteilnehmern im Unternehmen

Durch das planmässig eingebaute "bottom-up-re-cascading" der Diskussionsergebnisse von Ausführungs- zu Leitungsebene und wieder zurück kam ein Kreislauf des "Voneinander Lernens" im Unternehmen in Gang. Stück für Stück verändert sich die Unternehmenskultur in Richtung "Lernende Organisation".

Gerne stehen wir für weitere Informationen, fachlichen Austausch und ein persönliches Gespräch bereit.
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