Zugleich gebe ich in Moderations-Prozessen organisationalen Rat, interveniere
sachlich zielgerichtet und passe den Workshop in die aktuellen Veränderungen
des Unternehmens nahtlos ein - bin also Berater und Moderator zugleich.
Professionelle Moderation ist dabei zugleich ein praktisches Handwerkszeug
Interesse an Neuem zu wecken, Vorteile herauszuarbeiten, aber auch Vorbehalte
zu äussern und gemeinsam Geplantes in die Tat umzusetzen.
In einer Moderation schreitet der Moderator mit seinen Vorschlägen und
Interventionen voran und beobachtet, wieweit ihm die Gruppe folgt. Dieses Spannungsfeld
zwischen angepeiltem Moderations-Ziel und interessiertem Engagement der Gruppe
gilt es produktiv zu machen und für gemeinsame Veränderungen zu nutzen.
Strukturellen Wandel durch moderierte Workshops voranbringen
Strukturen geben einer Organisation Dauer und
bestimmen das Handeln ihrer Akteure.
Strukturen bilden sich durch
- die funktionelle Gliederung,
- den hierarchischen Aufbau,
- die professionellen Denkstile,
- Metalitäten und Prägungen,
- mikropolitische Spiele,
- Entlohnungssysteme,
- Maschinen und Anlagen,
- Standorte,
- Produkte.
Um
hier dauerhafte Veränderungen voranzutreiben,
ist Beratung gefragt, die aus organisationaler und systemischer
Sicht versucht, zuerst das Beharrungsvermögen der jeweiligen
Organisation aufzulockern und dann schrittweise die Veränderungsbereitschaft
der handelnden Personen zu fördern.
Dazu muss der Berater den Veränderungsprozess nicht nur moderieren,
sondern die Beteiligten auch mit eigenen Vorschlägen herausfordern.
Wandel, Veränderungen aber erhöhen natürlicherweise die
Unsicherheit, wie das Neue aussehen wird und wo man sich als einzelner
im neuen Gefüge wiederfinden wird. Hier muss der Berater/Moderator
die Zweifel bewusst thematisieren, um die Betroffenen besser für
das Neue öffnen zu können.
Struktureller Wandel lässt sich am ehesten in drei Phasen vorantreiben:
- Im Projektgespräch geht es darum, mit dem Entscheider
(dem Herrn"), die Ziele und strategischen Herausforderungen
zu definieren sowie zu ergründen, wie weit die Bereitschaft
zum Wandel wirklich geht. Das Projektgespräch als Teil
des Veränderungsprozesses soll also nicht nur dem Berater
Aufschlüsse über die Situation geben, sondern auch
den Entscheider herausfordern.
- In Sondierungsgesprächen mit Vertretern unterschiedlicher
Funktionen und Positionen geht es dann darum, das Veränderungsfeld
aus deren Sichtweisen zu eruieren. Auch hier setzt der Berater
durch Fragen und Interventionen bereits Veränderungsimpulse
bei den Teilnehmern; Nachdenken und Bereitschaft zur Veränderung
werden herausgefordert
- In einem
etwa zweitägigen Workshop hilft der Berater/Moderator
den Beteiligten, sich über die Herausforderungen gemeinsam
klar zu werden, Änderungspunkte zu erkennen, neue Vorgehensweisen
und Strukturen zu entwickeln und erste Aktivitäten in
die gewünschte Richtung einzuleiten.
Eine
gruppen-kommunikative Veränderung dieser
Art setzt auf gezielt herbeigeführten Austausch zwischen
Berater und Beteiligten als auch auf Lernen voneinander bei den
Akteuren. Unsere Vorgehensweise ist teil-direktiv und zugleich
beteiligend durch professionelle Moderation.
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